Reviews: LITA FORD – LIVING LIKE A RUNAWAY

Das wahre Comeback-Album.

2009 gab es ganz schön lange Gesichter als Litas Fords WICKED WONDERLAND erschien. Billigster Industrial Rock, ein aufgesetztes sexy Image und Jim Gillette (Litas damaliger Ehemann und Ex-Nitro- Heulboje ) als Strippenzieher im Hintergrund eine Combo zum Davonlaufen. Erschwerend hinzu kamen durchwachsene Live-Shows, fragwürdige Interviews und peinliche TV-Auftritte im US-Fernsehen. 2012 ist zum Glück alles besser: Ford präsentiert sich auf LIVING LIKE A RUNAWAY als grundsolide Rockerin. Feine Hooks, autobiographische Texte und die durchweg songdienliche Gitarrenarbeit verschmelzen zu einer erstaunlich frischen Einheit, die hier und da mit ein paar Samples garniert wird. Langeweile kommt nie auf, zusätzlich verleiht der erdige Sound den Songs eine ordentliche Portion Glaubwürdigkeit. Ford reitet nicht wie viele ihrer Kollegen aus den Achtzigern eher schlecht als recht auf der Nostalgiewelle sondern rockt irgendwo zwischen den Runaways, neuen Bon Jovi und Sixx A.M..