Reviews: Hardline – Danger Zone

Gefährlich wie ein Welpe.

„Highway to the danger zone…“, sang Kenny Loggins 1986, während Tom Cruise einen Jet durch das Patriotismus- Flickwerk „Top Gun“ steuerte. In derart luftige Höhen konnten Hardline ihre Passagiere seit DOUBLE ECLIPSE (1991) nicht mehr versetzen. Dafür, dass sie auf DANGER ZONE zumindest einige Male den Boden verlassen, zeichnet ein neuer Co-Pilot verantwortlich: Alessandro del Vecchio (Eden’s Curse) stand Sänger/ Gründer Johnny Gioeli als Mitkomponist, Keyboarder, Hintergrundstimme und Produzent zur Seite. Gemeinsam schufen die beiden Melodic Rock in Reinkultur: Glanzlichter wie ›Fever Dreams‹, ›10.000 Reasons‹, ›Show Me Your Love‹ und das Titelstück animieren zum Durchtreten des Gaspedals, angefunkte Grooves in ›I Don’t Wanna Break Away‹ zum Popowackeln. In Gänze dringt Hardlines Viertes allerdings nicht in den AOR-Himmel vor: Zum einen präsentiert sich die DANGER ZONE aufgrund des selbst für Genreverhältnisse arg poppig-glatten Produktions-Zuckerüberzugs ganz und gar nicht gefährlich. Zum anderen fungiert sie als Hort für Risikoarmut und manch eine Bon-Jovi-C-Seiten-Belanglosigkeit.