Review: Voodoo Circle – WHISKY FINGERS

voodoo circleDeutschlands Whitesnake.

Auch auf ihrem vierten Album liefern Voodoo Circle wieder grundsoliden Hard Rock, der seine Nähe zu Whitesnake nicht verleugnen kann. Warum auch? Denn das, was Gitar­rist Alex Beyrodt und seine talentierten Mitstreiter bieten, ist alles andere als der Versuch, Coverdale und Co. zu kopieren. Es ist eher so, dass die drei Hauptakteure, also Beyrodt, Sinner und Readman, jene musikalische Leidenschaft ausleben, die in ihren Hauptbands konzeptbedingt nicht ganz so gravierend zum Tragen kommt. Und das ist gut so, denn Whitesnake-Fans werden auch mit diesem Voodoo-Circle-Album Spaß haben, was man von den letzten Ergüssen aus dem Hause Coverdale leider nur bedingt behaupten kann. Hard-Rock-Nummern wie ›Trapped In Paradise‹ und ›Heartbreaking Woman‹ passen wunderbar zu einem bluesigen Song wie ›Heart Of Stone‹, der dann doch sehr markante Parallelen zu Whitesnake aufweist, ohne sich dafür schämen zu müssen. Readmans Gesang gefällt mir hier deutlich besser als bei seinem Hauptarbeitgeber Pink Cream 69, wo er teils zu gezwungen klingt. WHISKY FINGERS überzeugt schon wie Voodoo Circles Vorgängerwerke mit unverfälschtem Hard Rock, der durch sein leidenschaftliches Spiel eine ungeheure Intensität er­­reicht.

Voodoo Circle
WHISKY FINGERS
AFM/SOULFOOD
7/10