Review: Von Hertzen Brothers – WAR IS OVER

Von Hertzen Brothers War Is OverFinnen finden Inspiration in Indien.

„Stell dir die Foo Fighters beim Spielen von Pink-Floyd-Hits vor, nachdem sie Jahre in Indien damit verbracht haben, Beach-Boys-Melodien zu singen – dann hast du eine ungefähre Ahnung.“ So beschrieb seinerzeit ein ehemaliger Von-Hertzen-Bruder die Musik der Finnen, die in ihrer Heimat mittlerweile eine große Nummer sind. Das kommt auch beim neuen Album ungefähr hin und folgerichtig wurden die Texte dafür bei einem Indienaufenthalt Anfang des Jahres geschrieben. Gleich der Opener ›War Is Over‹ schmeichelt mit einem floydigen Intro, um dann kräftig in pompösen Rock überzuleiten, der Queen die Ehre erweist. Das 12.33 Minuten lange Stück endet mit dem Geräusch eines Feuerwerks – und man hat tatsächlich bereits nach einem Song das Gefühl so viel Musik erlebt zu haben wie auf einem kompletten Stadionrock Open-Air. Doch es kommen weitere Titel. ›Jerusalem‹ gefällt mit einem eingängigen Refrain. ›Beyond The Storm‹ beschließt das Album mit einem über acht Minuten Epos, das ein wenig an den Melodieaufbau bei Rainbow erinnert. Zwischen den beiden langen Stücken wird in kürzeren Songs dann aber doch mehr gerockt und der Prog-Bombast-Faktor kleiner gehalten. WAR IS OVER ist schon das siebte Album der Brüder und ihr erstes für das Mascot-Label. Man sollte diese interessante Band unbedingt im Blick behalten.

8/10

Von Hertzen Brothers
WAR IS OVER
MASCOT/ROUGH TRADE