Review: TOM CLANCY‘S GHOST RECON WILDLANDS

ghost reconThird-Person-Taktik-Shooter in offener Welt.

2019 hat das Santa-Blanca-Drogenkartell die Kontrolle über Bolivien übernommen. Da die kriminelle Organisation ihre Macht auf andere Gebiete auszuweiten droht, sendet die United States Army die Elite-Spezialeinheit Ghosts in das südamerikanische Land, um das Kartell zu zerschlagen.

Mit WILDLANDS geht die GHOST-RECON-Serie einen Weg, von dem zu­­letzt schon BATTLEFIELD 1 profitiert hat: Weg von futuristisch-sterilem High-Tech-Schnickschnack, hin zu erdigerem, realistischerem Gameplay mit aktuellen Waffen und Gadgets in einer lebensechten Umgebung. Apropos Umgebung: Zum ersten Mal präsentiert GHOST RE­­CON eine offene Spielwelt, was zu einem enormen Anstieg der Spieltiefe führt. So können Benutzer die Kulisse zu Fuß oder mit verschiedenen Vehikeln auf dem Land, zu Wasser und in der Luft erkunden, in Bergen, Wäldern, Wüsten oder Dörfern unzählige Geheimnisse entdecken, mit Nicht-Spieler-Charakteren interagieren und fantastisch inszenierte Tag/Nacht- und Wetterwechsel taktisch nutzen. Starre Vorgaben existieren nicht: WILDLANDS überlässt Spielern, ob sie Haupt- oder Nebenmissionen wie Attentate, Entführungen oder Sabotagen lautlos-geschickt oder mit voller Waffengewalt meistern, wobei sich jede Entscheidung auf den weiteren Handlungsverlauf auswirkt.

Den Herangehensweisen sind folglich keinerlei Grenzen gesetzt, zumal sich das Abenteuer alleine als auch in Gemeinschaft erleben lässt: Solisten befehligen als Anführer drei computergesteuerte Ghosts, alle anderen rekrutieren bis zu drei Online-Freunde, die dem Geschehen jederzeit beitreten können. Dass die Charaktere und deren Ausrüstung sich nach und nach optimieren lassen, versteht sich ebenso von selbst wie eine kinoreife Präsentation, die dem 2013 verstorbenen Serienvater und Schriftsteller Tom Clancy („Jagd auf Roter Oktober“) voll und ganz gerecht wird.

TOM CLANCY‘S GHOST
RECON WILDLANDS
PC, PlayStation 4, Xbox One
UBISOFT