Review: The Weight – THE WEIGHT

The Weight The Weight

Lieder für die Lavalampe.

Willkommen in den 60ern und 70ern: Das Debütalbum der Wiener Retro-Rocker The Weight katapultiert uns gleich mal vier, fünf Jahrzehnte zurück. Vertonte Schlaghosen und Plateauschuhe quasi, eine runde Mischung aus Blues, Rock und Psychedelic, die wie eine Lavalampe blubbert und bewusstseinserweiternd wirken kann. Das ist selbstverständlich kein bisschen innovativ, hat aber Seele und Charme und wirkt handwerklich wie auch produktionstechnisch sehr professionell. Die Truppe um Frontmann Tobias Jussel klingt sehr amerikanisch, wie schon die kräftige, knackige, zum Mitwippen einladende Eröffnungsnummer ›Hard Way‹ ankündigt. Dieses Versprechen lösen die Österreicher im Verlauf der Platte mit Dreiminütern wie ›Money Ain’t For Nothing‹ und der ersten Single ›Trouble‹ ein. Auf der anderen Seite beherrschen sie aber auch eine acht Minuten lange Psychedelic-Orgie wie ›Hammer, Cross & Nail‹, die sich durch ausufernde Instrumentalpassagen auszeichnet, aber nie langweilig wird. Zeitreisen können ja so aufregend sein.

7/10

The Weight
THE WEIGHT
HEAVY RHYTHM & ROLL RECORDS/ROUGH TRADE