Review: The Cherry Dolls – VIVA LOS DOLLS

Cherry Dolls Viva Los Dolls

Prima Rock aus einer australischen Garage.

Australien ist derzeit ein ausgezeichnetes Pflaster für aufregende Gitarrenmusik, Bands wie Royal Headache oder die DMA’s hauchen Genres wie Punk oder Britpop neues Leben ein. The Cherry Dolls aus Melbourne versuchen das gleiche nun mit dem Garagen-Rock, und bei ›C.O.P. Out‹ gelingt das sofort: Der Track ist dreckig, die Melodie bleibt im Kopf. ›Slave‹ fügt der Mischung ein bisschen
Glamrock zu, zunächst wirkt das Stück im Geiste der Godfathers ein wenig platt, doch dann zeigt sich das wahre Talent der Band: Immer wieder fällt den Australiern zur richtigen Zeit eine gute Arrangement-Idee ein, mal treibt der Beat plötzlich stärker voran, mal gönnt sich der Sänger einen offensichtlich bei den Cramps geliehenen Hall-Effekt. Bei ›Let You Down‹ macht das Miteinander aus abgeklärter Ruhe und drängelndem Lärm Spaß, ›Lemon & Lime‹ ist eine spartanische Ballade über allerhand Getränke, die beweist, dass die Cherry Dolls genügend Humor besitzen, und sich nicht zu ernst zu nehmen – zumal das Stück in das verzweifelte ›Begging You Please‹ überleitet, bei dem die Band ihre leidende Seite zeigt.

7/10

The Cherry Dolls
VIVA LOS DOLLS
GOLDEN ROBOT/SOULFOOD