Review: Terry Hoax – THRILL!

Terry Hoax ThrillStramm und schnörkellos.

Fragt man die Mitglieder von Terry Hoax, welche Art von Musik sie spielen, dürfte ihnen die Antwort leicht fallen. Während manch andere Bands immer absonderlichere Stilbezeichnungen für das eigene Schaffen kreieren, können die Hannoveraner stolz von sich behaupten, einfach nur Rockmusik zu spielen – stramm und schnörkellos und ohne künstliche Zusätze. Und so klingt das siebte Album der Band dann auch. THRILL bietet zwölf überwiegend geradeaus rockende Tracks mit feurigen Gitarren, knackigen Drums, eingängigen Hooklines und einem guten Sänger (Oliver Perau), der Melodie, Power, Seele und ein charmantes Timbre in seiner Stimme transportiert. Das Spektrum umfasst eher hardrockige Nummern (›The Best Is Yet To Come‹) ebenso wie alternativ angehauchte Stücke (›Inbetween‹, ›Thrill‹) und balladeske Momente (›Ghost‹). Dank eines erfolgreichen Crowdfundings, das die dreifache Summe einbrachte, konnten sich Terry Hoax mit Produzent Arne Neurand (Guano Apes, Revolverheld, Subway To Sally) in die renommierten Hannoveraner Horus Sound Studios einmieten und THRILL dort einen organischen, transparenten und druckvollen Sound maßschneidern, der die Songs exzellent zur Geltung bringt. Alles in allem ist THRILL ein rund klingendes Album ohne schwache Songs und mit viel Energie, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber gerade diese Reduktion auf das Wesentliche kann man als Stärke der Band sehen.

7/10
Sascha Blach

Terry Hoax
THRILL
CRESTWOOD/LOUD MEDIA/WARNER