Review: Steve Earle & The Dukes – SO YOU WANNA BE AN OUTLAW

steve earle albumUnd wieder Back to the Roots.

Steve Earle war ein Senkrechtstarter. Schon mit seinem Debütwerk GUI­TAR TOWN aus dem Jahr 1986 schoss der in Fort Monroe, Virginia, ge­­borene Künstler auf Platz 1 der US-Country-Charts. Zwar konnte er diesen Erfolg in der Szene nie wieder ganz erreichen, ist aber seit einer Dekade mit jedem Werk fester Bestandteil der Top-50-Albumcharts. Der bärtige Barde ist ein fleißiger Mann. 2015 veröffentlichte er mit TERRA­PLANE seine vorerst letzte Platte mit The Dukes, im letzten Jahr kooperierte er mit der Singer/Song­writerin Shawn Colvin für COLVIN & EARLE. Das Jahr 2017 steht nun wieder im Zeichen von Steve Earle & The Dukes. SO YOU WANNA BE AN OUT­LAW folgt der traditionellen Ausrichtung, die schon der Vorgänger TERRAPLANE eingeschlagen hatte. Ausgedehnte Fiddle- und Western-Guitar-Passagen geben den zwölf neuen Stücken einen nostalgischen Back-To-The-Roots-Charakter, ohne jedoch eintönig zu klingen. Beim rhythmisch-flotten Opener und gleichzeitigen Titeltrack des Albums wird Earle von Outlaw-Legende Willie Nelson unterstützt, während ›Looking For A Woman‹ ein wenig wie eine kleine Hommage an ›Copperhead Road‹ klingt, einen von Earles größten und eindringlichsten Hits. Bei ›Fixin To Die‹ kreiert er eine düster bedrohliche Szenerie, ›Girl On The Mountain‹ ist ein traurig-melancholisches Liebeslied, bei ›Walkin In LA‹ fordert er charmant zum Tanz. Mit Album Nummer 16 feiert Earle den klassischen Country aus vollem Herzen, mit all der Freude und dem Schmerz, der dazugehört.

7/10

Steve Earle & The Dukes
SO YOU WANNA BE AN OUTLAW
Warner