Review: R.E.M. – AUTOMATIC FOR THE PEOPLE 25TH ANNIVERSARY

R.E.M. Automatic For The People 25th Anniversary Edition

R.E.M.s Achte als Jubiläumspaket.

Auch nach dem Aufstieg in den Rockolymp mit OUT OF TIME (1991) setzte das Quartett aus Athens, Georgia, seinen durch alternative Spielarten aus Folk, Baroque Pop und College Rock geprägtes Stilgemenge fort. Es war eine Frage der Glaubwürdigkeit und Au­­thentizität, was beim kritischen Indie-Publikum ebenso ins Schwarze traf wie bei den neu hinzu gekommenen Mainstream-Konsumenten. Mehr als 18 Millionen Ko­­pien ließen sich weltweit vom achten Longplayer AUTOMATIC FOR THE PEOPLE absetzen.

Dabei halfen die in schöner Regelmäßigkeit getätigten Auskopp­lungen ›Drive‹, ›Man On The Moon‹, ›The Sidewinder Sleeps Tonite‹, ›Everybody Hurts‹, ›Nightswimming‹ und ›Find The River‹ – von R.E.M. im Gespann mit Leib- und Magenproduzent Scott Litt mittels Streicher auf nicht allzu anbiedernde Stromlinienform gebracht. Weitere als Singles verbreichte Kostproben wären mit ›Star Me Kitten‹, ›Try Not To Breathe‹ oder ›Monty Got A Raw Deal‹ möglich gewesen. Allein diese Ausbeute veranschaulicht das Potenzial der Songs.

Zum 25. Geburtstag liegt das Werk in gleich mehreren Formaten in Dolby Atmos neu auf: Am umfangreichsten beliefert wird der Fan mit der DELUXE EDITION: Disc Numero Uno bleibt dem Original vorbehalten, auf der zweiten Scheibe findet sich der komplette Mitschnitt „Live At The 40 Watt Club 11/19/92“ aus dem heimischen Athens, auf der dritten CD kommen 20 Demos zum Einsatz. Sowohl in Dolby Atmos als auch in Hi-Reso­lution Audio liegt der Long­player auf der Blu-ray abhörbereit, dazu gesellen sich sieben Videoclips und das Automatic Press Kit. In der Box finden sich zudem ein 60-seitiges Buch mit unveröffentlichten Fotos, Essays von Tom Doyle sowie neue Inter­views mit allen vier Bandmitgliedern.

9/10

R.E.M.
AUTOMATIC FOR THE PEOPLE 25TH ANNIVERSARY LIMITED EDITION Box set
CONCORD/UNIVERSAL