Review: Mark Blake – Pink Floyd. Die definitive Biografie

pink floyd biografieGelungene Zeitgeschichte aus der Sicht der Beteiligten und vieler Zeitzeugen.

Mehr Bücher als über Pink Floyd gibt es vermutlich nur über die Beatles und die Rolling Stones. Die psychedelischen Anfänge der Band Mitte der 60er, das tragische Schicksal ihres genialen Gründers Syd Barrett, die phänomenale Charts-Bilanz von DARK SIDE OF THE MOON, das fliegende Schwein vom ANIMALS-Cover, die erbitterten Kämpfe hinter den Kulissen um THE WALL, der Split, der Namensstreit, die Fortsetzung der Karriere ohne Roger Waters, die Reunion anlässlich des Live-Aid-Spektakels 2005 in London, die neueste Veröffentlichung ENDLESS RIVER als Reste­verwertung von THE DIVISION BELL. Wer all diese Geschichten kennt, bräuchte eigentlich kein weiteres Buch. Deshalb geht PINK FLOYD – DIE DEFINITIVE BIOGRAFIE von Mark Blake noch ein Stück weiter. Der englische Autor beleuchtet die Band als Zeitphänomen, mit Musikern, die eine Ära geprägt haben und die selbst von dieser Ära geprägt wurden. Spannend wird der fast 600 Seiten starke Schmöker immer dann, wenn sich Blake an einer Charakteranalyse der fünf Musiker versucht und gleichzeitig Weg­gefährten und Zeitzeugen zu Wort kommen lässt. So tief in die Materie taucht allenfalls noch Nick Masons INSIDE OUT ein.

8/10

Pink Floyd
Die definitive Biografie
VON MARK BLAKE
Hannibal