Review: Lunatic Soul – FRACTURED

lunatic soul

Lunatic Soul ist Ma­­riusz Duda, aber dennoch beileibe kein bloßer Ableger seiner Band Riverside. Es ist vielmehr Dudas alter ego, seine Spiel­wiese, auf der er sich künstlerisch un­­begrenzt austoben kann und somit der – vergleichsweise traditionellen – Welt von Riverside eine offenere, manche mögen sagen: modernere Variante zur Seite stellt. Hört man sich die Ins­trumentierung auf FRACTURED an, dann erinnert allerdings vieles an For­mationen wie Kraftwerk, Depeche Mode, Massive Attack, an die New-Wave-Ära der 80er und an eine Musik, die sich von Stimmungen anstatt von festen Strukturen treiben lässt. Als besonderes Feature kooperiert Duda in zwei gelungenen Kompositionen mit dem Sinfonietta Consonus Orchestra, das schwerpunktmäßig aus Studenten von Musikschulen und -Akademien in Danzig besteht, und verabreicht den Stücken damit neben allen elektronischen Einflüssen auch ein wunderbar sinfonisches Korsett. Ergo: große Kunst aus Polen von einem der innovativsten Musiker der Gegenwart.

keine Wertung

Lunatic Soul
FRACTURED
KSCOPE