Review: Live – MENTAL JEWELRY

mental jewelery25th-Anniversary-Ausgabe nach 26 Jahren.

Bereits seit dem Release des übermäßig erfolgreichen Nachfolgers THROWING COPPER war ich der Meinung, dass das Debütalbum MENTAL JEWELRY von Live (1991) eigentlich das viel bessere Album ist. Der nun vorliegende Re-Release des gesuchten Vinyl-Exemplars spricht aber eine andere Sprache. THROWING COPPER hat sich zu Recht über acht Mil­lionen mal in den USA verkauft. MENTAL JEWELRY ist zwar gut gealtert, könnte aber wie bereits vor 26 Jahren ein wenig mehr Wumms vertragen. Produziert von Talking- Heads-Gitarrist und -Keyboarder Jerry Harrison hat das Juwel, trotz der Übermacht von THROWING-COPPER-Hits wie ›I Alone‹ oder ›Lightning Crashes‹, auch einige wirkliche Perlen unter den zwölf Songs. ›Pain Lies On The Riverside‹ und ›The Beauty Of Gray‹ sollen da mal als Paradebeispiele für wundervolles frühes Song­writing des jungen Quartetts herhalten. Der Erstling kommt ohne wirkliche Ausfälle über die Runden, wenn auch eine Nummer wie ›Good Pain‹ auf späteren Alben vermutlich keinen Platz mehr gefunden hätten. Die Jubiläumsausgabe auf CD verfügt über 4 Bonustracks und ein komplettes Konzert aus dem Roxy in L.A, das schön schwere Vinyl kommt mit Beileger (Lyrics) und Download-Code. Leider lässt die Qualität der Pressung ein wenig zu wünschen übrig – es knackt recht häufig.

7/10

Live
MENTAL JEWELRY
RADIOACTIVE/UNIVERSAL