Review: Jeff Lynne’s ELO – WEMBLEY OR BUST

ELO Wembley Or Bust

Euphorie im dritten Frühling.

Viel hatte es nicht gebraucht, um Jeff Lynne davon zu überzeugen, seine jahrzehntelange Bühnenaversion zu überdenken. Als er 2014 nach 25 Jahren Live-Abstinenz im Hyde Park auftrat und begeistert empfangen wurde, verkündete er schon nach dem ersten Lied: „We‘re definitely doing this again!“ Dieses Ver sprechen hat er gehalten. Nach dem gelungenen Co meback-Album ALONE IN THE
UNIVERSE 2015 gab es mehrere Konzerte (von einer echten Tour kann man gleichwohl noch nicht sprechen), die im vergangenen Juni in einem umjubelten Auftritt im Wembley Stadium gipfelten. Dass dabei Hit an Hit gereiht wurde, versteht sich von selbst. Ebenso wenig sollte überraschen, dass diese Show von ab solutem Perfektionis mus geprägt ist. Was den Nebeneffekt hat, das Audiodokument zu einer fast belanglosen Sache zu degradieren, denn abgesehen von ein bisschen Publikumsjubel sind kaum Unterschiede zu den Studiofassungen festzustellen. Der beigelegte Konzertfilm ist hier die wahre Attraktion: Das opulente Bühnenbild, spektakuläre Effekte und vor allem die perfekt eingefangene Atmosphäre aus maximal ausgelassener Party und quasi-religiöser Huldigung lassen nachvollziehen, warum Lynne nach all den Jahren 60.000 Menschen zum Ausflippen bringen kann.

8/10

Jeff Lynne’s ELO
WEMBLEY OR BUST
COLUMBIA/SONY