Review: JD McPherson – UNDIVIDED HEART & SOUL

jd mcphersonRock‘n‘Roll, ganz klassisch.

Eigentlich ist das berühmte RCA Studio B in Nashville, wo einst Welthits von Elvis Presley oder Dolly Parton entstanden, längst ein Museum. Doch sobald die letzten Besucher weg waren, nahm JD McPherson dort nachts im unverfälscht klassischen Ambiente seine neue Platte auf. Dass der Amerikaner der Musikhistorie verpflichtet ist, dürfte sich inzwischen herumgesprochen ha­­ben. Mit LET THE GOOD TIMES ROLL, seinem hochgelobten letzten Album, war ihm das Kunststück geglückt, eine geradezu zukunftsweisende Rock‘n‘Roll-Platte aufzunehmen, auf der er den klassischen Sound des Genres einsetzte, um seinen Songs eine Identität zu ge­­ben. Deshalb kamen für die neue LP die Sessions in dem altehrwürdigen Studio gerade recht, doch erst als er sich Tipps bei Queens-Of-The-Stone-Age-Boss Josh Homme und dessen Allzweckwaffe Dean Fertita holte, nahm UNDIVIDED HEART & SOUL Konturen an. Auf­bauend auf den Tugenden des Vorgängers und mit ordentlich Twang huldigt McPherson auch hier seinen Idolen von vorgestern, während der QOTSA-Einfluss bei einigen Stücken dafür sorgt, dass er stärker in der Gegenwart andockt. UNDIVIDED HEART & SOUL vereint so das Beste aus beiden Welten.

7/10

JD McPherson
UNDIVIDED HEART & SOUL
NEW WEST RECORDS/PIAS/ROUGH TRADE