Review: Jared James Nichols – BLACK MAGIC

Jared James Nichols Black MagicStraighter No-nonsense-Rock.

Jared James Nichols teilte sich in der Vergangenheit die Bühnen­bretter mit Legenden der Größen­ordnung ZZ Top, Lynyrd Skynyrd oder Blue Öyster Cult und verdiente sich in deren Vorprogramm ordentlich Bonus­sporen unter den Rockfans rund um den Globus. Den auf diesen Konzertreisen eingesammelten Spirit versprüht nun auch sein durch die Bank tadellos komponiertes Zweit­werk BLACK MAGIC. Aufgenommen u.a. in Johnny Depps Heimstudio (Los Angeles) und dem Aerosmith‘schen The Boneyard in Boston, fliegt der transparente Southern-Classic-Rock-Sound des 1989 in Waukesha, Wisconsin geborenen Vollblutgitarristen extrem lässig aus den Boxen. Dabei bleiben Nichols und seine beiden Bandkollegen Erik Sandin (Bass/Gesang) und Dennis Holm (Schlagzeug) stets zeitlos frisch und lassen in keinem Moment des Albums Retro-Mief aufsteigen. Ein wichtiger Aspekt dieser gelungenen Gratwanderung sind Jareds aufs Wesentliche reduzierten Gitarrenarrangements inklusive der knackigen Soli. Diese von ihm angewendete „Weniger ist mehr“-Devise geht voll auf und lässt so manches überfrachtetes Konkurrenzprodukt im Herbst 2017 in einer Staubwolke hinter sich verschwinden.

7/10

Jared James Nichols
BLACK MAGIC
LISTENABLE RECORDS/EDEL