Review: Ian Hunter & The Rant Band – FINGERS CROSSED

ian hunterPrägnante Stimme, knackige Songs, zugespitzte Texte: Hier ist ein klassischer Rocksongwriter am Werk.

Vier Jahre nach WHEN I‘M PRESI­DENT zeigt sich der knorrige Elder Statesman of Rock unbeirrt tatkräftig. Stellenweise klingt seine Rant Band wie eine Kreuzung aus Pub-Rock und The Clash, etwa in ›That‘s When The Trouble Starts‹. In anderen Songs verneigt Hunter sich vor seinem Idol Bob Dylan (z.B. ›Long Time‹) und lässt seine eigene Vergangenheit aufleben, so zitiert ›Morpheus‹ seine alte Band Mott The Hoople. ›Dandy‹ ist seine Hommage an David Bowie, dem Mott nicht nur ihren Superhit ›All The Young Dudes‹ verdankten, Bowie produzierte auch das gleichnamige Album von 1972, das zum Longseller wurde. „›Dandy‹ ist mein Lieblingstrack auf dem Album“, sagt Hunter. „Ich mag die Zeile ,and then we took the last bus home‘ sehr. David war ein unglaublicher Künstler mit einer unersättlichen Neugier.“ Rückblickend kann sich auch das Gesamt-Œuvre des Mannes mit der heiseren Stimme, der festgewachsenen Sonnenbrille und der roten Lockenmähne hören lassen, FINGERS CROSSED passt da bestens hinein.

7/10

Ian Hunter & The Rant Band
FINGERS CROSSED
PROPER RECORDS/H‘ART