Review: Gizmodrome – GIZMODROME

Allstar-Band mit Mitgliedern von Police, King Crimson und Level 42. Zappa lässt grüßen.

Stewart Copeland (The Police), Adrian Belew (King Crimson), Mark King (Level 42) und Vittorio Cosma bilden Gizmodrome, eine neue Allstar-Band, deren Musik ebenso bunt leuchtet wie die Lebensläufe der vier Beteiligten. Die Musiker nennen ihr stilistisches Gebräu „Progressive Punk Rock“ und treffen damit – hinsichtlich Attitüde und anarchischer Grund ausrichtung – den Nagel durchaus auf dem Kopf. Andererseits fällt einem sofort der Name Frank Zappa ein, hört man diese skurrile Mixtur aus an spruchsvoller Rockmusik und avantgardistischen Gesangsparts. Das Ziel ist so zu spielen, als sei man 16-jährige Jungs, ohne Regeln und Bindung, erklärte Copeland im Vorfeld der Veröffentlichung und fühlte sich vermutlich an die Frühphase seiner eigenen Karriere erinnert. Fakt ist: Mit musikalischen Schablonen, vorgefassten Meinungen und konventionellen Erwartungen kommt man bei Gizmodrome nicht allzu weit. Für diese Scheibe – es ist die erste der Band – braucht der Hörer künstlerischen Weitblick, Spaß am Experimentellen und ein möglichst ausgeprägtes Bewusstsein für die Geschichte der Rockmusik. Denn ähnlich wie bei Zappa (dieser Name muss einfach ein weiteres Mal fallen) sind auch Copeland und Belew kreative Freigeister, die nur das Außergewöhnliche wirklich zufriedenstellt.

7/10

Gizmodrome
GIZMODROME
EARMUSIC/EDEL