Review: Faith No More – WE CARE A LOT DELUXE BAND EDITION

faith no moreWenn der Wurm sich dreht: Faith No Mores um neun Zusatztracks erweiterter und remasterter 85er Erstling.

Eine Menge Verwirrung verursachen die Pioniertage von Faith No More noch im Nachhinein: Wird doch zumeist Album Nummer zwei, INTRODUCE YOURSELF (’87), aufgrund seines spezifisch eindeutigen Titels für den Erstling gehalten. Doch tatsächlich debütierten Schlagzeuger Mike „Puffy“ Bordin, Keyboarder Rodney „Roddy“ Christoper Bottum, Bassist William „Billy“ Gould, Gitarrist James B. Martin und Ursänger Charles „Chuck“ Mosley 1985 mit WE CARE A LOT auf dem in San Francisco angesiedelten Label Mordam Records. Zudem befand sich der auftaktende und bis heute populäre Titelsong im schon typisch signifikaten Stilmix mit der denkwürdigen Zeile „It’s a dirty job but someone gotta do it“ der ursprünglich Faith.No.More. benannten Crew in einer Neuaufnahme auch auf INTRODUCE YOURSELF. Noch ein wenig ungelenk wüten sich Faith No More durch mild Hartmetallisches wie ›The Jungle‹, ›Mark Bowen‹, ›Why Do You Bother‹ ›As The Worm Turns‹ und ›Arabian Disco‹. Im instrumentalen Intermezzo ›Jim‹ offeriert Sechssaitenzupfer James B. Martin wie sehr er seine Gitarrenstunden im Klassik-Stil auf Akustik-Gitarre verinnerlicht hatte. 31 Jahre nach Ersterscheinen setzt Billy Gould dem Karrierestart von Faith No More auf seinem Label Koolarrow Records ein Denkmal: Auf der digital optimierten WE CARE A LOT DELUXE BAND EDITION finden sich zu den ursprünglichen zehn Tracks neun weitere Neuheiten aus dem Archiv, darunter drei Mixe von 2016, vier Original-Demos und zwei Livemitschnitte aus dem I-Beam in San Francisco von 1986.

7/10

Faith No More
WE CARE A LOT DELUXE BAND EDITION
Koolarrow Records/PIAS