Review: CJ Ramone – AMERICAN BEAUTY

Einmal Ramone, immer Ramone.

Über 20 Jahre sind die Ramones nun Geschichte, auch die vier Gründer sind mittlerweile alle verstorben, aber die Nachwirkungen sind noch immer zu spüren. Dass sich alle noch lebenden Ex-Mitglieder weiterhin mit dem einprägsamen Nachnamen schmücken, sollte man ihnen nicht nachtragen. Auch CJ, der letzten Bassist der Punk-Pro­totypen von der Ostküste der USA, macht aus seinem Herzen keine Mördergrube und gibt zu, dass er zeitlebens ein Ramone sein wird. Deshalb klängen seine Solo-Alben eben auch wie die Ramones. Von seinem neuen Werk kann man das nicht komplett behaupten, denn hier geht es zu Beginn zwar deutlich in Richtung 1977 (›Let’s Go‹, ›Yeah Yeah Yeah‹), aber irgendwann versucht sich Christoper Joseph Ward, so der bürgerliche Name des New Yorkers, dann auch am kommerziellen Pop Rock (›Before The Lights Go Out‹) und an Americana (›Tommy’s Gone‹). Auch vor einem Duett mit Kate Eldridge von Big Eyes (›Without You‹) und einem Tom-Waits-Cover (›Pony›) scheut er nicht zu­­rück. Mit den Adolescents-Gitarristen Steve Soto und Dan Root sowie dem Street-Dogs-Drummer Pete So­­sa hat er auch gute Mitstreiter gefunden.

6/10

CJ Ramone
AMERICAN BEAUTY
FAT WRECK CHORDS/EDEL