Review: Blackberry Smoke – LIKE AN ARROW

blackberry smokeUnschlagbar unberechenbar.

Minute 2 und 26 Sekunden: Die Ham­­mond-Orgel von Brandon Still setzt ein. Alles klar. Das sechste Album der Südstaatenrocker wird ein weiterer Genre-Meilenstein. Der Opener ›Waiting For The Thunder‹ ist einer der härtesten Tracks des Quintetts, trotzdem kommt diese Heaviness nicht wie eine Drohung, sondern wie ein Versprechen daher. Nach dem dreiminütigen Honky-Tonk-Shuffle ›Let It Burn‹ nehmen die Fünf mit ›The Good Life‹ den Fuß vom Gas. Überraschungen (Gregg All­man spielt bei ›Free On The Wing‹ mit!) sind das Geheimnis dieser Band, die es in einem „normalen“ Jahr auf 250 Auftritte bringt. Sie wollen sich nicht langweilen und sich deshalb auch nicht wiederholen, so Sänger/Gitarrist Charlie Starr im Vorfeld. Das ist ihnen erneut gelungen. LIKE AN ARROW ist ein Streifzug durch das „Great American Songbook“, Einflüsse werden aufgesogen und neu interpretiert: Rock, Country und Blues verschmelzen auf so großartige Art und Weise miteinander, dass es fast Angst macht, was denn da noch kommen soll. Frei nach Franz Beckenbauer: Es tut mir leid für den Rest der Welt, aber BBS werden auf Dauer nicht zu schlagen sein.

9/10

Blackberry Smoke
LIKE AN ARROW
EARACHE/WARNER