Review: Ayreon – THE SOURCE

ayreon the sourceHollands bester Progrocker Arjen Lucassen hat wieder zugeschlagen: Volltreffer!

Würde man das neue Ayreon-Album THE SOURCE ausschließlich nach der überaus prominent besetzten Gästeliste beurteilen, käme man mit Superlativen vermutlich kaum hinterher. Die namhaftesten dieser Lichtgestalten sind sicherlich die Sänger James LaBrie (Dream Theater), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Tobias Sammet (Edguy, Avantasia) und Russell Allen (Symphony X), aber auch Key­boarder Mark Kelly (Marillion) und Gitarrengenie Paul Gilbert (Mr. Big). Wie gewohnt betreibt der Ayreon-Vorstandsvorsitzende Arjen Lucassen diesen riesigen Aufwand jedoch nicht etwa der publicitywirksamen Namen wegen, sondern setzt die musikalischen „Hilfskräfte“ des Albums ge­­zielt ein, um seine Science-Fiction-Story möglichst atmosphärisch dicht erzählen zu können. Inhaltlich geht es auf THE SOURCE – künstliche Intelligenz auf dem Planeten Alpha im Sternen­nebel Andromeda, sechs Milliarden Jahre in der Zukunft – eher spacig zu, stilistisch dagegen re­­giert bodenständiger Prog-Rock. Wobei die Betonung noch deutlich stärker als beim Vor­gänger THE THEORY OF EVERYTHING (2013) auf Rock liegt und stellenweise sogar an Ayreons harten Bruder Star One erinnert, auf dessen Rückkehr die Fans ebenso sehnsüchtig warten.

8/10

Ayreon
THE SOURCE
MASCOT/ROUGH TRADE