Review: Arrival

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Science Fiction in Filmform haftet – nicht zu Unrecht – kein besonders guter Ruf an. Wenig verwunderlich, schließlich wird einer der faszinierenderen Aspekte der spekulativen Fiktion – die Betrachtung moralischer, technologischer, menschlicher, politischer und ökologischer Fragen und Probleme im Spiegel der Zukunft – im Kino gerne unter den Tisch fallen gelassen, um sich auf Raumschlachten und Licht­schwertkämpfe zu konzentrieren. Zuletzt ließen sich mit „Ex Machina“, „Snowpiercer“ und „Under The Skin“ jedoch einige erfrischende Ausnahmen antreffen, zu denen man nun auch Denis Villeneuves „Arrival“ zählen darf. Amy Adams wird hier als Linguistin Louise für ein geschichtsträchtiges Ereignis an Bord geholt – riesige Raumschiffe sind über der Erde aufgetaucht, sie soll als Sprachexpertin bei der Kommunikation mit den Be­­suchern helfen. Wobei sich bald zeigt, dass weniger die mysteriösen Neuankömmlinge als Bedrohung erscheinen, als die Kette von Reaktionen, die sie rund um den Globus auslösen. Großartige Bilder, beklemmende Er­­kenntnisse über die Natur der menschlichen Rasse und bemerkenswerte emotionale Tiefe machen Villeneuves Hard-Science-Fiction-Drama zu einem der besten Filme des Jahres.

9/10

Arrival
Sony/Start: 10.11.