Review: Alice Cooper – PARANORMAL

alice cooper paranormalDer „Prince Of Darkness” huldigt den goldenen 70ern!

Überraschungen gibt es auf Alice Coopers 27. Studioalbum PARA­NORMAL weit mehr als genug. Die wichtigste – wenn auch nicht sensationellste – ist seine konsequente Rückkehr zu den (Rock-)Werten der 70er, als diese Musik ihre bunteste Epoche erlebte. Als hätte es sperrig-widerborstige Veröffentlichungen wie BRUTAL PLANET (2000) oder DRAGONTOWN (2000) nie gegeben, setzt Cooper anno 2017 wieder durchgehend auf tiefmelodische Songs ohne verquere Experimente. Dabei feuert er psychedelischen Space Rock aus der imaginären Nebelmaschine (›Fireball‹), gibt sich erstaunlich funky (›Dead Flies‹), bekennt sich zu seinen Deep-Purple-Roots (›Para­normal‹) und beendet die neue Scheibe mit einem Song, auf den sogar Pink Floyd in ihrer Blütephase stolz gewesen wären (›The Sound Of A‹). Kommen wir zu den bereits im Vorfeld angekündigten Höhe­punkten: Mit Roger Glover (Deep Purple), Billy Gib­bons (ZZ Top) und Larry Mullen Jr. (U2) hat Cooper wahrlich namhafte Gäste an Bord, außerdem gibt es auf einer beigefügten Bonus-CD die versprochene Wiedervereinigung der Originalband (feat. Dennis Dunaway, Neal Smith und Michael Bruce). Das Beste an PARANORMAL jedoch ist: Es gibt mindestens zwölf starke neue Songs!

8/10

Alice Cooper
PARANORMAL
EARMUSIC/EDEL