Review: Airbourne – DIAMOND CUTS

airbourne diamond cutsRundum-glücklich-Paket mit den drei ersten Alben, Raritätensammlung und Doku.

Wenn sich jemand als legitimer AC/DC-Nachfolger einstufen lässt, dann die ebenfalls in Australien vom Brüderpaar Joel (Gesang, Sologitarre) und Ryan O’Keeffe (Schlagzeug) auf knappe Rock’n’Roll-Formel konditionierten Airbourne. Zum 10. Jubiläum des Debüts RUNNIN‘ WILD lässt sich das Quartett nicht lumpen: Im 4-CD-Boxset DIAMOND CUTS fassen sich die drei ersten Studioalben, eine Ra­­ritäten-Anthology und DVD zusammen: ›Stand Up For Rock’n’Roll‹ forderten Airbourne im knackig rudimentären Dreiakkorde-Modus im Gespann mit Rhythmusgitarrist David Roads und Bassist Justin Street zum Auftakt von RUNNIN‘ WILD und legten ohne Ruhepause mit zehn gleichwertigen, von Bob Marlette auf den Punkt produzierten Reißern (u.a. ›Hellfire‹, ›Blackjack‹, ›What’s Eatin‘ You‹, ›Cheap Wine & Cheaper Women‹, ›Too Much, Too Young, Too Fast‹) nach. NO GUTS. NO GLORY. folgt 2010 mit noch mehr Sturm und Drang, frei nach der De­­vise ›No Way But The Hard Way‹. Mit den Dezibel-Hymnen ›Born To Kill‹, ›Blonde, Bad And Beautiful‹, ›Armed And Dangerous‹ und ›It Ain’t Over Till It’s Over‹ gelang hierzulande in den Media Control Charts gar eine höhere Platzierung (#4) als Down Under (#19). Gleiches Unterfangen glückte Air­bourne drei Jahre später mit BLACK DOG BAR­KING – hierzulande Top 5, im Heimatland lediglich Rang 17: Auf Vollgaslevel bereits bei der Ein­stiegsbekundung ›Ready To Rock‹ stürzt sich die Rustikaltruppe kopfüber in zehn hochenergetische Muntermacher. Abermals nach der Devise: Aus­ruhen kannst Du dich, wenn Du tot bist. Auf DIAMOND CUTS – THE B-SIDES versammeln sich 15 Rückseiten, darunter auch die bis dato unveröffentlichten Stücke ›Money‹ und ›Heavy Weight Lover‹. Für zusätzliches Bonusmaterial sorgt die ebenfalls zuvor noch nicht erschienene DVD-Doku IT’S ALL ROCK’N’ROLL.

7/10

Airbourne
DIAMOND CUTS
NETTWERK/WARNER