Plattensammler: Die Lieblingsalben von Joey Tempest (Europe)

europe pressEurope-Frontmann Joey Tempest hat sich freundlicherweise die Zeit genommen, uns etwas über fünf seiner Lieblingsplatten zu erzählen…

DEEP PURPLE – MADE IN JAPAN (1972)

Die Rockbibel für Musiker. Ich empfehle jungen Künstlern, die lernen wollen und nach Inspiration suchen, immer dieses Album. Wir alle von Europe finden, dass MADE IN JAPAN zu den wichtigsten Live-Platten gehört, die jemals veröffentlicht wurden. Die Musikalität, die Songs, die Attitüde, der Sound und die Performance der ganzen Band sind nicht von dieser Welt. Und das Gitarrenspiel von Ritchie Blackmore kann gar nicht genug gepriesen werden.

AUDIOSLAVE – AUDIOSLAVE (2002)

Seit wir Europe 2004 wiederbelebt haben, bringen wir dieses Album immer mit ins Studio, wenn wir mit einem neuen Produzenten arbeiten. In diesem Jahrtausend erschienen, war es die erste LP, die die Classic-Rock-Vergangenheit mit der Zukunft des Rock‘n‘Roll verbunden hat. Der Blueprint, wie man den Sound einer Rockband perfekt einfängt. Chris Cornell war einer der größten Sänger, auf einer Ebene mit Paul Rodgers, Robert Plant und David Coverdale. Außergewöhnlich!

RIVAL SONS – PRESSURE AND TIME (2011)

Wir haben die Band über den gleichnamigen Song entdeckt. Ein wirklich moderner Classic-Rock-Track. Die Rival Sons sind die führende unter all den neuen Gruppen, die den Rock‘n‘Roll „retten“. Was Style, Einstellung und Ausdruck betrifft, kommen sie nah ran an Giganten wie Zeppelin und Purple. Die Produktion auf PRESSURE AND TIME ist einmalig. Wir haben für WAR OF KINGS den dafür verantwortlichen Produzenten Dave Cobb geholt.

MONTROSE – MONTROSE (1973)

Dieses Album, in den frühen 70ern erschienen, markiert den Beginn moderner Hardrock-Musik – und es hat meine Welt verändert. Produziert hat es Ted Templeman, der auch mit Van Halen gearbeitet hat. Am Mikro ist Sam Hagar zu hören, der sich später als Sammy Hagar ebenfalls Van Halen angeschlossen hat. Als ich ›Space Station No. 5‹ hörte, wusste ich: Es gibt kein Zurück. Ich wollte so singen, solche Musik schreiben und bis an mein Lebensende solchen Rock‘n‘Roll spielen.

THIN LIZZY – LIVE AND DANGEROUS (1978)
thin lizzy
Die richtige Mischung aus Attitüde und Melodien ist das Geheimnis großartiger Rockmusik. Und LIVE AND DANGEROUS ist das perfekte Beispiel dafür. Die Gitarrensoli sind an sich eigentlich schon eigene Songs, die Drums swingen und grooven, die Rhythmusgruppe ist einfach unwiderstehlich. Die absoluten Highlights allerdings sind Phil Lynotts überragende Phrasierung, die wunderbaren Texte und die Melodien. Diese Platte hat uns alle unglaublich inspiriert.