Nikki Lane – ALL OR NOTHING

nikki lane all or nothingRetrosounds aus Nashvilles stylishstem 2nd-Hand-Shop.

Dan Auerbach steht für Qualität, handgemacht und handfest, weswegen der Frontmann der Black Keys auch als Producer immer gefragter wird – viel beachtet war jüngst seine Arbeit am zweiten Lana-Del-Rey-Album. Ungefähr zeitgleich erschien letztes Jahr in den Staaten (und mit Verspätung nun endlich auch bei uns) aber auch eine Platte, die Auerbach mit einer ungleich unbekannteren Lady erarbeitete: Nikki Lane ist kein Majorlabel-Starlet mit Hollywood-Villa wie Del Rey, sondern ein zünftiges Südstaaten-Rockgör. Dan lernte sie im Laden „High Class Hillbilly“ kennen, wo die aus Greenville, South Carolina, stammende Sängerin urige Vintage-Country-Klamotten sammelt und weiterverkauft. Ein Meeting zweier Gleichgesinnter, das hört man unschwer auf den zwölf Songs von ALL OR NOTHING. Ob verruchtes Rock-Stück (›Sleep With A Stranger‹) oder Tränendrüsen-Steelguitar-Ballade (›Want My Heart Back‹) – hier arbeiten Musiker zusammen, die traditionelle Klänge von Patsy Cline bis Nancy Sinatra so gut verstehen und lieben, dass sie auch wissen: Was sich liebt, neckt sich. (Übersetzung: Es darf mit ein bisschen Indierock-Feel aufgeraut werden.)