The Rides – Generationvertrag

Stephen_Stills_2_credit_Eleanor_StillsBeziehungen mit großem Altersunterschied funktionieren eben doch!

Als Fans des klassischen Rock wissen wir es: Gute, echte Musik ist so zeit wie alterslos. Es spielt keine Rolle, woher oder aus welcher Zeit sie kommt und das gilt gleichermaßen für die Menschen, die sie spielen. Weswegen bei The Rides der 35-jährige Kenny Wayne Shepherd auf Stephen Stills (68) und Barry Goldberg (70) trifft und dabei fulminante Resultate erzielt. Denn über alle Generationsklüfte hinweg vereint die drei Vollblutmusiker eines unzertrennbar: ihre Liebe zum guten alten, pardon: unsterblichen Blues. Alle drei haben ihn im Blut: Shepherd, der schon seit Jahren Awards abräumt, als Gitarrengott gilt und entscheidend für die Renaissance des Genres mitverantwortlich gemacht wird, das er nach jahrelanger Durststrecke wieder in die höchsten US-Chartregionen führte. Stills, der als ein Drittel von Crosby, Stills & Nash wahrlich niemand mehr vorgestellt werden muss. Sowie Goldberg, der schon an der Seite von Legenden wie Muddy Waters, Howlin‘ Wolf und Bob Dylan in die Tasten gehauen hat und seinen Platz im Pantheon des Rock ebenso sicher zementiert hat. Und wie hört sich ihr Albumdebüt CAN‘T GET ENOUGH nun an? Exakt so, wie es das illustre Personal und der Titel vermuten lassen: Dies ist ein Fünf-Sterne-Mahl für Blues-Liebhaber, nach dem sie sich noch lange die Finger lecken werden. Zumindest so lange, bis das Trio sich auch live in unseren Breiten blicken lässt.