Imperial State Electric

Imperial_State_Electric-Guitars_Photo_Jonathan_ForefältAls die Hellacopters 2008 ihre Auflösung bekannt gaben, hallte ein großer Aufschrei durch die Musiklandschaft. Als Nicke Andersson seinen Job als Schlagzeuger der Death Metal-Band Entombed an den Nagel hing, saßen die Hellacopters schon in einer Ecke und warteten auf ihren großen Auftritt. Und der ließ nicht lange auf sich warten. Vor allem in ihrer Heimat – aber auch im Rest Europas – spielten sich die Schweden mit jedem Album mehr in die Herzen der Hard Rock-Fans, bis schließlich vor vier Jahren der letzte Vorhang fiel.

Doch Nicke Andersson ist ein altes Arbeitstier und so ließ eine neue Band unter der Federführung des Musikers nicht lange auf sich warten. Anfangs war Imperial State Electric als reines Soloprojekt des Schweden geplant. Doch nachdem er acht Songs komplett alleine eingespielt hatte, wurde die Sehnsucht nach Mitmusikern immer größer. Diese fand er bald in seinen Landsmännern Dolf de Borst (Datsuns), Thomas Eriksson (ex-Captain Murphy) und Tobias Egge (The Objects). 2010 brachte die Band schließlich ihr selbstbetiteltes Debüt heraus und viele Schreie derjenigen, die den Hellacopters immer noch nachtrauerten, verstummten fast gänzlich.

Aber genug der Geschichtsstunde. Denn im März werden die Schweden das zweite Kapitel ihrer noch recht jungen Karriere aufschlagen. POP WARS ist der Titel ihres neuen Studioalbums. Und der Name ist Programm. Denn die zehn neuen Stücke sind alles andere als poppige Radiolieder – etwas anderes hätte man sicher auch nicht von ihnen erwartet. Nein, sie sind dreckiger Rock’n’Roll in Reinform. Die Band selbst ist sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir sind wirklich erleichtert, dass das Album nun im Kasten ist“, gibt Frontmann Nicke Andersson zu. „Die neuen Songs sind wirklich gut geworden. Wir mögen sie sehr. Wir hoffen, sie werden euch genauso umhauen wie uns.“ Mit Sicherheit steht Anderssons neues Baby immer noch im Schatten der übergroßen Hellacopters. Doch mit POP WARS könnte es ihnen gelingen, ein wenig daraus hervorzutreten und auch die letzten trauernden Stimmen verstummen zu lassen.