Neuigkeiten zu: Brainbogs

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Die jungen Wilden geben Gas

Es brodelt im Untergrund. Und das nicht ausschließlich in den skandinavischen Ländern. Auch hierzulande bemühen sich bekanntlich aufstrebende Combos, es ihren Vorbildern gleichzutun und auf der großen Bühne mitzuspielen. Eine dieser Truppen, die vollen Einsatz auf dem Weg nach oben geben, sind die Brainbogs („Gehirnsumpf). Das sympathische Trio ist bereits seit 2006 gemeinsam unterwegs, wobei ausschließlich Sänger und Gitarrist Chris noch zur Urbesetzung zählt. Drummer Toby und Bassistin Conny stiegen erst später ein. Musikalisch hat sich die Combo ganz dem Heavy Rock verschrieben – damit verdient sie sich mit Sicherheit keinen Sonderpreis in der Kategorie Originalität, was die Umsetzung betrifft, darf allerdings guten Gewissens besonderes Lob ausgesprochen werden: Erdig und rotzig frech finden die Songs zielsicher ihren Weg aufs Trommelfell des Konsumenten und sind noch dazu angemessen wuchtig geraten. Also genau so, wie die Musik aus diesem Genre eben klingen muss! Obwohl Chris quasi als Bandchef und Hauptsongwriter fungiert, sind seine Mitstreiter bei der kompositorischen Arbeit nicht völlig außen vor. Dazu der Gitarrist: „Unsere Stücke schreibe ich alleine, jedoch heißt das noch lange nicht, dass meine Vorstellungen auch so auf die Platte kommen. Jedes Bandmitglied steuert seine Ideen bei und hat natürlich auch ein Mitspracherecht – bei unseren wöchentlichen Treffen im Probenraum werden so den Liedern die letzten Schliffe verpasst“. Wobei in besagter Lokalität natürlich auch fleißig für die Live-Shows trainiert wird: „Auf der Bühne erleichtert uns dies die Arbeit ungemein, da wir als eingespielter Haufen die Show absolvieren und so leichter den Besuchern im Auditorium einen genussvollen Abend präsentieren können – denn live vor den Fans zu spielen ist und bleibt für uns das Nonplusultra“. Oftmals sind die Texte im Heavy Rock bekanntlich auf die typischen Klischees des Sex & Drugs & Rock’n’Roll ausgerichtet, wovon sich die Brainbogs auch nicht gänzlich distanzieren wollen. Andererseits scheuen sie auch nicht davor zurück, Aussagen zu treffen, die als relativ sozialkritisch zu bezeichnen sind. Aber dennoch: Hochpolitische Weltverbesserung mit erhobenem Zeigefinger findet hier nicht statt, meist geht es nur darum, persönliche Erlebnisse und Anschauungen verbal umzusetzen. Wer nach dieser Lektüre Appetit bekommen, diese junge Band hautnah zu erleben, hat dazu am 30. August die Gelegenheit: Im Club „Nachtleben“, beheimatet in Frankfurt am Main, stellt das Trio sein neues Opus MARVIN seinen Anhängern vor, Tickets können vor Ort oder über einen entsprechenden Link auf der facebook-Seite der Truppe geordert werden..

Text: Gerhard „Hartl“ Grill