Neuigkeiten zu: Black Star Riders – Großes Erbe, großes Album

BlackStarRiders2013bEs ist Zeit, den Stab weiterzureichen: Aus der Asche Thin Lizzys preschen die Black Star Riders empor und entfesseln mit ihrem Debüt ALL HELL BREAKS LOOSE die Hölle. Im positiven Sinne, versteht sich.

CLASSIC ROCK erwischt Ricky Warwick, der Thin Lizzy seit der 2011er-Tour zu Ehren des 25. Todestages von Phil Lynott seine wunderbare Stimme leiht, in Australien, wo die jüngste Inkarnation der Band gerade mit Kiss und Mötley Crüe die Stadien zerrockt. „Wir spielen die letzten Shows mit Thin Lizzy, bevor wir zu den Black Star Riders werden“, sagt Warwick und lässt damit keinen Zweifel daran, dass mit der Geburt der Black Star Riders das Ende Thin Lizzys einhergeht. Was letzten Endes auch nur konsequent ist – schließlich wollten die Ur-Mitglieder Brian Downey und Darren Wharton beim „nächsten Evolutionsschritt“, wie es die Band so schön umschreibt, nicht mehr dabei sein. „Natürlich sind die Black Star Riders in jeder Hinsicht eine Fortführung von Thin Lizzy. Den Geist und das Erbe der Band zu bewahren, ist uns allen unglaublich wichtig. Aus Respekt vor Phil und seinem Vermächtnis. “

Dennoch sah der ursprüngliche Plan vor, ein Album unter dem Namen Thin Lizzy zu veröffentlichen – schließlich hat die Band bereits Anfang 2012 mit dem Schreiben neuer Songs begonnen, die Gründung von Black Star Riders aber erst im Dezember verkündet. In Tourbussen, Hotelzimmern und Backstagebereichen werkelten Ricky Warwick, Scott Gorham und Co. an neuem Material und waren plötzlich Feuer und Flamme für den Gedanken, gemeinsam etwas Neues zu erschaffen. Schließlich gehört es laut Warwick zur Definition eines Musikers, nach Neuem zu streben, Musik schreiben und aufnehmen zu wollen – und nicht ständig nur Altes zu reproduzieren. Vielleicht war es auch deswegen an der Zeit, Thin Lizzy zu Grabe zu tragen. „Je näher die Aufnahmen rückten, desto mehr wurde uns bewusst, dass es eine Sache ist, nach 30 Jahren mit einer Band live zu spielen. Doch unter dem Namen Thin Lizzy Musik zu veröffentlichen, wäre vielleicht einfach ein Schritt zuviel gewesen. Nun sind wir froh, dass wir nach vorne schauen können, und stolz auf das, was wir mit ALL HELL BREAKS LOOSE erschaffen haben.“

Und stolz können sie sein, denn dem großen Erbe haben sie ein großes Album folgen lassen, das sich als würdiges Thin-Lizzy-Vermächtnis erweist. Hier eine saftige Rocknummer, dort eine wunderschöne, mit dezentem Dudelsackeinsatz gewürzte Celtic-Rock-Hommage und ganz am Ende der fantastisch groovende Song ›Blues Ain‘t Bad‹, der seinem Namen alle Ehre macht. Sprich: Auf ALL HELL BREAKS LOOSE ist alles versammelt, was ein großes Rock-Album ausmacht. Und was genau wäre das noch mal? Warwick: „Großartige Songs, großartig knackiger Gitarrensound, großartige Refrains, großartige Hooks und kein Schnickschnack – einfach nur geradliniger, guter, ehrlicher Rock‘n‘ Roll.“ Was zunächst vielleicht wie Großspurigkeit klingen mag, ist in diesem Fall ein feuriges Versprechen. Eingelöst wird es am 24. Mai.