Review: MIRROR’S EDGE CATALYST

mirror's edge catalystAdrenalinausstoß garantiert: Action-Adventure in luftigen Höhen.

Spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen ist auch den Gutgläubigsten klar: Der Mensch wird immer gläserner. MIRROR’S EDGE CATALYST hält dieser Entwicklung einen Spiegel vor.
Der Nachfolger des 2008er-Überraschungstitels MIRROR’S EDGE zeichnet Bilder einer sterilen, oberflächlich perfekten Stadt namens Glass. Ihre Bewohner haben sich skrupellosen Herrschern gebeugt und Privatsphäre sowie Meinungsfreiheit gegen Angst, Konsumsucht und Lethargie eingetauscht. Faith gehört zu den wenigen Aufständischen, die noch nicht von den Befehlshabern entsorgt wurden. Die Runnerin liebt ihre Freiheit über alles und beschäftigt sich mit Kurierdiensten, Einbrüchen, Spionage und anderen (illegalen) Tätigkeiten. Faith macht es sich zum Ziel, die Herrschaft der von Gabriel Kruger angeführten Sicherheitsfirma KrugerSec zu beenden und die Freiheit ihrer Stadt zurückzuerobern. Für den Spieler bedeutet das einen außergewöhnlichen, adrenalinfördernden Mix aus wahnsinniger Parkour-Action, Sprint-Rennen, Hackereien, Kämpfen, Rätseln und vielem mehr. Da Faith auf Schusswaffen verzichtet und stattdessen ihren Körper als Waffe verwendet, dreht sich in CATALYST alles um Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Timing und die Interaktion mit der Umgebung. Die aus der Ego-Perspektive befehlbare Runnerin springt in luftigen Höhen über Wolkenkratzer, rennt durch unterirdische Tunnel, macht ihren Verfolgern nicht zuletzt durch die Verwendung spektakulärer Gadgets das Leben schwer und schaltet nach und nach zunächst unzugängliche Orte frei. So wird die Stadt mit wachsender Spielzeit immer größer – ein Feature, das abseits der Story-Missionen zu ausgiebigen Erkundungstouren durch die offene, mit Geheimnissen gespickte Kulisse einlädt. Näher kommt man der Faszination Parkour virtuell derzeit nirgendwo sonst.

MIRROR’S EDGE CATALYST
PC, PlayStation 4, Xbox One
ELECTRONIC ARTS