Meilensteine: Die Beatles spielen sich mit ›Love Me Do‹ ins Rampenlicht

beatles5. Oktober 1962: Das Single-Debüt ›Love Me Do‹ erscheint.

Im Herbst 1962 errang das Single-Debüt der Beatles auf Anhieb Rang 17 in den britischen Verkaufscharts. Es war die erste un­­zähliger Studiokooperationen von Hausproduzent George Martin mit den frisch für das EMI-Unterlabel Parlophone unter Vertrag genommenen vier Liverpoolern. Komponiert hatten das Stück Paul McCartney und John Lennon schon vor der Beat­les-Gründung – vermutlich 1958.

„Paul schrieb den Löwenanteil, ich trug lediglich zum Mittelteil etwas bei“, erinnerte sich John Lennon an den Entstehungsprozess. Ganz anders hingegen McCartneys Rückschau: „Das war eine 50-zu-50-Arbeit in noch jungen Jahren. Einer der wenigen Songs, an dem wir bis heute zu 100 Prozent die Rechte innehaben.“

Vom Stück mit Lennons signifikanter Mundharmonika, dessen Duogesang an die Everly Brothers erinnert, entstanden 1962 drei Versionen, eingespielt in den EMI Studios in der Abbey Road: 1. Eine Testversion entstand am 6. Juni 1962 mit Ur-Schlagzeuger Pete Best (zu finden auf ANTHOLOGY 1). 2. Am 4. September 1962 folgte eine zweite Fassung mit Neumitglied Ringo Starr. 3. Auf einer weiteren Aufnahme vom 11. September trommelt Session-Musiker Andy White, mit Starr am Tamburin. Version 2 fand sich auf der 45er-Erstauflage vom 5. Oktober mit der B-Seite ›P.S. I Love You‹ (Parlophone R4949).

Whites Getrommel kann man auf dem UK-LP-Debüt PLEASE PLEASE ME und der EP THE BEATLES‘ HITS lauschen. Übrigens: Hierzulande veröffentlichte EMI Electrola ›Love Me Do‹ (Odeon 22 396) mit einer anderen Rückseite: ›Please Please Me‹, der A-Seite der zweiten UK-Single. Im Zuge des Kinofilms „Let It Be“ spielten die Beat­les am 28. Januar 1969 mit Billy Preston an der Orgel eine weitere Version ein.