Meat Loaf: Über Eigenheiten, Erfolg und Erfahrungen

meat loafVon Urin als Wundermittel gegen Stimmverlust hält Meat Loaf ebenso wenig wie von Menschen, die Flaschen auf Musikerinnen werfen. Zudem weiß er heute auch ganz genau, in welche seiner Platten er besser kein Geld investiert hätte.

Geboren wurde er als Marvin Lee Aday. Später hat er seinen Vornamen in „Michael“ ändern lassen. Aber eigentlich kennt ihn die Welt nur als Meat Loaf. Seine Freunde hingegen nennen ihn schlicht „Meat“. Der Mann aus Dallas, Texas, ist spätestens seit 1977 jedem Rockfan ein Begriff. Mit BAT OUT OF HELL hat er eines der erfolgreichsten Alben des Genres veröffentlicht, über 43 Millionen Mal ist die Platte bis heute verkauft worden. Eine Leistung, die man nicht so einfach toppen kann. Daher wird sich Meat Loaf schwer tun, mit seinem jüngsten Werk BRAVER THAN WE ARE auch nur annähernd an diese Zahl heranzukommen. Das Gute daran: Er weiß das auch. Daher gibt er einfach sein Bestes. Mit 69 Jahren ist er entspannt genug, nicht mehr jedem Ruhmhappen hinterherhecheln zu müssen.

Meat, denkst du, du schaffst es, den Erfolg von BAT OUT OF HELL noch einmal zu wiederholen oder sogar zu toppen?
Ich denke gar nicht in solchen Dimensionen. Es gibt nur eine Sache, die ich tun kann: zu versuchen, dieselbe Integrität zu erreichen wie damals. Es ist mir seither nie wieder gelungen. Jetzt zum ersten Mal wieder – und ich habe eine verdammt lange Zeit dafür gebraucht.

Es gibt eine Menge Gerüchte um dich und deine Eigenheiten. Eines davon stammt aus den Achtzigern und besagt, dass du Urin getrunken hättest, um deine Stimme zu stärken. Wahr oder falsch?
Falsch. Jim Steinman [,der als Komponist bei u. a. BAT OUT OF HELL mitarbeitete,] hat diese Story im Übrigen in die Welt gesetzt. Diese Art von Humor ist genau nach seinem Geschmack…

Würdest du deine eigene Pisse trinken, um deine Stimme zu retten?
Aber selbstverständlich, da muss ich keine Sekunde überlegen!