Live: Trans-Siberian Orchestra

TSO@Benedikt MekelburgMünchen, Zenith

Die Ex-Savatage-Mannschaft bringt ihr Erfolgskonzept aus den USA erstmals auf Europa-Tournee.

Wer auf ein Trans-Siberian Orchestra-Konzert geht, muss mit allem rechnen. Das gilt speziell für die US-Show, aber auch für die abgespeckte europäische Bühnen-Version. Bereits die Einrichtung der Halle überrascht: Wo sonst Fans dicht an dicht steht, reihen sich heute ordentlich Stuhlreihen aneinander, zudem gibt es statt Plastikbechern Programmhefte. Auch das Publikum wirkt ungewöhnlich. Obwohl mit Al Pitrelli und Co. waschechte Headbanger auf der Bühne stehen, ist das Publikum durchgestylter als erwartet.

Motto des Abends: Kinder statt Kutte. Schnell ist klar: Was heute geboten wird, hat mit einem herkömmlichen Rock-Konzert nur wenig zu tun. Somit springen die lieben Kleinen auch fröhlich durch die Gänge, während sich auf der Bühne ein beeindruckender Anblick bietet. Das Trans-Siberian Orchestra zieht nämlich mit Sängern, Tänzern, Chor, Pyro, Laser, Video-Leinwand und natürlich den Musikern alle Register. Allerdings sollte man das Konzept „Metal trifft Musical“ mögen. Dargeboten wird das dritte Trans-Siberian Orchestra-Album BEETHOVEN’S LAST NIGHT in leicht abgewandelter Form. Darauf folgt ein gut 30-minütiger Zugabenteil, der neben ›The Mountain‹ und ›Another Way You Can Die‹ auch mit Savatage-Klassikern wie ›Chance‹ und einem ›Sleep/Help!‹-Medley aufwartet.

Bei den Zugaben hält es schließlich die wenigsten auf den Sitzen – und so wird aus einem wohlgesitteten Abend schlussendlich doch noch ein Rock-Konzert im klassischen Sinn.

Text: Benedikt Mekelburg

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