Review: Jerry Lee Lewis – IN THE BEGINNING

jerry lee lewis in the beginningAlternativfassungen früher Songs – erstmals auf Vinyl.

Keine Frage, Jerry Lee Lewis war, neben Little Richard vielleicht, der wildeste der frühen Rock’n’Roll-Stars. Wie er wie im Rausch auf sein Klavier eindrosch und seine Haartolle dabei ihr Eigenleben entwickelte: bis heute eine Schau. Vor zwei Jahren versammelte das Boxset JERRY LEE LEWIS AT SUN RECORDS – THE COLLECTED WORKS auf 18 CDs sämtliche verfügbaren Aufnahmen des „Killers“ aus den Jahren 1956 bis 1963. Für IN THE BEGINNING wurden 14 davon ausgewählt, die jetzt erstmals überhaupt auf Vinyl erscheinen. Die Stücke sind bekannt, was besonders ist, sind die hier enthaltenen Versionen davon. ›Great Balls Of Fire‹ hat etwas weniger Punch als die seinerzeit veröffentlichte Fassung, ist aber mindestens genauso spitzbübisch verschmitzt, ›High School Confidential‹ kommt mit feurigem Drumbeat daher, ›It’ll Be Me‹ und ›Put Me Down‹ sind stärker von Lewis‘ Klavierspiel getragen und klingen eleganter und verspielter als die Master-Versionen. Der Sound der 180g-Pressung ist sauber und druckvoll, das Cover kommt im stilechten 50s-Retrolook daher.

8/10

Jerry Lee Lewis
IN THE BEGINNING
Bear family