Jacco Gardner – HYPNOPHOBIA

jacco gardner hypophobiaTechnik von heute, Sound von damals.

Mit seinem allenthalben gefeierten Debütalbum CABINET OF CURIOSITIES entführte uns Jacco Gardner vor rund zwei Jahren geradewegs zurück in die 60er-Jahre, in eine Zeit, in der Studiotüftler wie Brian Wilson oder Curt Boettcher popmusikalische Grenzen überwanden und Künstler wie Syd Barrett oder The Zombies den Psychedelic Pop zur Kunstform erhoben. Mit Streichern, Flöten und Cembalos kreierte der junge Multiinstrumentalist aus den Niederlanden dabei seine ganz eigene Version schwelgerischer, barocker Popmusik. Auch der Nachfolger HYPNOPHOBIA setzt bei Gardners unverhohlener Liebe zu den Sixties an, allerdings wird dieses Mal deutlicher als beim Erstling, dass es dem inzwischen 27-Jährigen nicht nur darum geht, die Vergangenheit so originalgetreu wie möglich abzubilden. Stattdessen begibt er sich mit diesen zehn neuen, durch die Erfahrungen seiner ersten Welttournee inspirierten Songs – darunter gleich mehrere beeindruckende Instrumentals – eher auf die Spuren von Stereolab und Air und betreibt seine musikalische Rückschau fest verankert im Hier und Jetzt. Die Technik von heute und der verträumte Sound von damals: Das Ergebnis ist eine Platte, die zeitlos schön ist.