IQ – THE ROAD OF BONES

Evil man gesturing silence, quiet isolated on black backgroundProg Rock in Vollendung: So machen Dramatik und Tiefgang Spaß!

Um Qualität und Niveau braucht man sich nie Sorgen machen, wenn der britische Prog-Rock-Großmeister Peter Nicholls mit seiner Band IQ ins Studio geht. Die Frage lautet vielmehr: Wie heavy werden diesmal die neuen Songs? Und wie dunkel/melancholisch? Und dann noch: Wie viel Jazz findet man, wie viele Zugeständnisse an den Mainstream? Nun, für THE ROAD OF BONES gilt: Peter Nicholls wird allem und jedem gerecht, also seinen langjährigen Fans, neu Interessierten, aber auch Kritikern und Kollegen. Denn der Mann hat den guten Geschmack gepachtet, führt seine Mitmusiker mit klarer Stimme und wunderbar poetischen Texten durch unterschiedliche Stimmungen. Im knapp neunminütigen Titeltrack erreichen IQ die künstlerischen Höhen von Yes, mischen Dramatik mit Tiefgang und nehmen sich die Zeit, jede Idee in voller Ausdehnung zu zelebrieren. Mittelpunkt des neuen Albums ist das fast 20-minütige ›Without Walls‹, das vermeintlich unscheinbar mit sanfter Klavierpassage startet und sich sukzessive zu einer wahren Hymne mit unzähligen Quer- und Gegenbewegungen aufbäumt. Gerade hier zeigt sich, wozu IQ generell und Nicholls Stimme im Besonderen in der Lage sind: einen Spannungs-bogen auch über mehr als zeitlich begrenzte Radioformate aufrechtzuerhalten, ohne den roten Faden zu verlieren oder den Zuhörer zu überfordern. Ziemlich kunstvoll.