Gamma Ray – The Best (Of)

Gamma Ray

Zum Himmel hoch schreiender Gesang, bombastische Refrains fast schon von Queen-Format, erhaben mäandernde Gitarrenlinien, Soli so scharf wie Spiegelscherben, Stakkato-Bassdrum-Dauerbeschuss – und all das ohne je ins Marinierte abzugleiten: Das sind die Markenzeichen von Gamma Ray. Alle vereint sind sie im gut zehnminütigen Power Metal-Parforceritt Armageddon, mit dem die Reise durch ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte beginnt. Vertreten sind sämtliche Schaffensphasen von Masterblaster und Ex-Helloween-Mann Kai Hansen. Angefangen beim Debut HEADING FOR TOMORROW über Klassiker-Alben wie POWERPLANT oder TO THE METAL! Die geballte Strahlendosis zusätzlich interessant macht der Umstand, dass sie uns einmal mehr die Vielseitigkeit der Hanseaten vor Augen (und Ohren) führt. Angefangen bei Priest-haft kolossalen Brechern (›Hellbent‹) über Helloween-esque Schönwetter-Jodler (›Land Of The Free‹) bis hin zu düster orientalisch erhabenen, Rainbow-inspirierten Epen (›Dream‹), Prog-Metal-Symphonien (›Heading For Tomorrow‹) und natürlich klassisch trockenen Hochgeschwindigkeitskloppern wie ›Somewhere Out In Space‹. Diese 25 Schmuckstücklein umfassende Sammlung beinhaltet somit alles, was uns am Melodic-Metal-Genre lieb und teuer ist. Allein das Fehlen neuer Songs schmälert den Kaufanreiz für Langzeitfans. Äußerlich kommt das Schmuckkästlein daher als Doppel-CD, 4-Vinyl-Gatefold oder als limitierte Auflage im schicken Leder Style. Und wem das noch nicht reicht: Im Laufe des Jahres folgen alle elf Vorgängeralben mit neuem Booklet und gespickt Bonus Material.