Review: Factory Brains – HARD LABOR

Factory BrainsJunge Schweden geben Lektionen in ehrlichem Rock. Mit prominenter Unterstützung.

Obwohl die schwedischen Männer noch blutjung sind, trieft aus ihrer Musik Erfahrung und Lebensschwere. Jungspunde schreiben so großartig verflossene Oden wie ›Down The River‹ normalerweise einfach nicht. Doch bei den Factory Brains liegt der Fall anders. Sie haben ihren emotionalen Cocktail aus Blues, Americana und Classic Rock offenbar mit der Muttermilch aufgesogen. Für den letzten Schliff an ihrem zweiten Album waren profilierte Landsleute wie Martin Hederos (The Soundtrack Of Our Lives) und Hendrik Wind (The Hellacopters) mitverantwortlich. Wohl auch ein Grund, weshalb HARD LABOR so authentisch und kraftvoll klingt. Die Musik ist mal riffdominiert wie in ›Arty Minds‹, an anderer Stelle wieder sehr deep und ausufernd wie in dem sich bedrohlich anschleichenden ›Machinery‹. Ob beabsichtigt oder nicht: Tatsächlich schwankt die Wirkung der Factory Brains zwischen cool und bedrohlich. Sie scheinen es selbst zu wissen: „I’m no good for you“, heißt es im kompromisslos rockenden Opener.

Factory Brains
HARD LABOR
WILD KINGDOM/ROUGH TRADE
7/10