Review: Erik Weiss – The Killers – Somewhere Outside That Finish Line

the killers buchAtmosphärisches aus den USA.

Die Killers, die medienscheuen Rocker aus Las Vegas, halten sich, was ihr Privatleben betrifft, eher bedeckt. Umso schöner, dass nun mit „The Killers – Somewhere Outside That Finish Line“ ein 300-seitiger Bildband erscheint, der die Bandmitglieder auch in intimen Situationen zeigt, ohne dabei nur ansatzweise voyeuristisch zu wirken. Der Berliner Musikfotograf Erik Weiss, der die Band seit 2004 kennt, durfte Brandon Flowers und Kollegen auf ihrer Tournee zum Erfolgsalbum BATTLE BORN im Jahr 2013 monatelang durch die USA und Europa begleiten. Weiss setzt voll auf die Kraft von Schwarzweiß-Aufnahmen, um die jeweilige Bildaussage zu verstärken. Von einsamen Momenten on the road und innigen Familienszenen über das Stöbern im Plattenladen bis hin zu euphorischen Gefühlsausbrüchen auf der Bühne, jubelnden Menschenmassen und dem gigantischen Gig im Londoner Wembley-Stadion fängt Weiß alles ein, was das Musikerleben ausmacht. Dabei liefert er nebenbei auch noch eine Art Roadmovie, der in Las Vegas startet und dort auch endet. Wer wissen möchte, wie die USA heute aussehen, bekommt es hier vor Augen geführt – im Positiven wie im Negativen. Ein beeindruckendes Stück Musikgeschichte. Man muss kein Fan der Killers sein, um die Qualität dieses Bildbandes und das Können des Fotografen zu erkennen.

The Killers – Somewhere Outside That Finish Line
VON ERIK WEISS
Bravado
8/10