Review: Demob Happy – DREAM SODA

demob happyMilk it!

Reden wir erst gar nicht groß um den heißen Brei herum: Demob Happy wecken oft und eindeutig Erinnerungen an Nirvana. Die Stimme von Frontmann Matthew Marcantonio hat nicht ganz denselben Biss wie die von Kurt Cobain, aber in Sachen Tonfall und Von-allem-gelangweilt-Sein kommt sie doch sehr nah ran. Dennoch sollte man die Briten nicht vorschnell als Plagiatoren abtun. Man gönne diesem Debüt drei, vier Durchläufe, dann wird man entdecken, dass hier echte Talente am Werk sind, die zwar gerne Richtung Grunge-Ära schielen, aber ihren melodiestrotzenden, dichtgewobenen und ziemlich treffsicheren Rock mit schon schrägen Psychedelic-Tönungen anstreichen und immer wieder in unerwartete Richtungen ausscheren. Bald hat man die Nirvana-Parallelen gar nicht mehr vordergründig im Kopf und erfreut sich an einem aufregenden Album, das einen Sound zelebriert, der bis heute begeistern kann. Demob Happy haben definitiv ihr ganz eigenes Publikum verdient.

Demob Happy
DREAM SODA
SO RECORDINGS/ROUGH TRADE
7/10