Das letzte Wort: Duff McKagan

Er war der Bassist der größten und gefährlichsten Band der Welt. Gemeinsam mit Guns N’ Roses stieg er zum Weltstar auf, bis es zum Absturz kam, der ihn beinahe das Leben kostete. Heute ist Duff McKagan stolzer zweifacher Vater, spielt zum reinen Spaß in unterschiedlichen Bands wie seinem neuesten Projekt, den Walking Papers, und ist dankbar für seine Vergangenheit. Und auch dafür, dass diese vorbei ist.

Stört es dich nicht, dass der Ruhm früherer Tage größtenteils vergangen ist und bei deinen neuen Bands einige Leute im Publikum gar nicht mehr wissen, wen sie da vor sich haben?
Ich finde das eigentlich ganz angenehm. Manchmal kann ich es ihnen in ihren Gesichtern ansehen, wie sie überlegen: „Ist das der Typ von Guns N’ Roses?“ Außerdem erlebe ich immer wieder beide Extreme. Mal bin ich ganz anonym, mal ist es wie damals. Slash, Gilby, Matt und ich flogen vor einiger Zeit mit den Kings Of Chaos nach Paraguay. Am Flughafen belagerten uns 1000 Fans. Die sind vollkommen ausgeflippt. In der einen Woche ist also noch „Beatlemania“ angesagt und einige Tage später habe ich wieder diese pure Sache mit den Walking Papers. Ich mag beides, denn ich liebe es einfach, Musik zu machen – egal ob nun mit den Walking Papers, Velvet Revolver oder Loaded. Mein Glück ist nicht davon abhängig, dass ich „dieser Kerl von jener Band“ bin.