Danko Jones: Hamburg, Docks

DankoJones_-_PhotoCredit_-_CalleStoltz_-_1Labertasche? Sicher. Aber eine saucoole.

Er wird einfach nicht müde. Danko Jones kann touren, so oft und so lange er will die Erschöpfungserscheinungen, die sich bei seinen Rock-Kollegen nach einem monströsen Konzertmarathon einstellen, sind dem Kanadier fremd. Vielleicht deshalb, weil er lieber redet statt seine Zeit mit der 17. Dose Büchsbier zu verbringen. Denn Konversation ist et-was, das Danko Jones liebt und braucht. Er will ständig etwas loswerden, so auch an diesem Abend. Zunächst einmal gibt es Briten-Rock mit den Young Guns, bevor der Meister sich ins schwarze Hemd wirft und die Bühne entert. Mit Vollgas preschen er, John Calabrese (Bass) und Dan Cornelius (Drums) los, es hagelt Riffs in Form von ›Active Volcanoes‹, ›I Think Bad Thoughts‹ und ›Play The Blues‹. Der erste Höhepunkt ist jedoch ›Sticky Situation‹, das ebenso großen Jubel hervorruft wie wenig später ›First Date‹ und ›Baby Hates Me‹. Dazwischen gibt’s „Das Wort zum Danko“: bitterböse zynisch natürlich, wie erwartet. Übel nimmt ihm das niemand, denn Mr. Jones pöbelt nicht nur, sondern mischt dreckig-coole Songs wie ›Sugar High‹ zwischen sei-ne Ansagen. Und die bringen selbst den letzten Stoi-ker auf dem Balkon zum Grinsen und Feiern.