Review: Axel Rudi Pell – GAME OF SINS

Pell, Axel RudiDer deutsche Richie Blackmore aus dem Ruhrgebiet zelebriert erneut seine Gitarrenkunst.

Beim Intro ›Lenta Fortuna‹ stellt sich zunächst kurze Verwirrung ein, denn es klingt eher nach der Eröffnung des neuen Santiano-Werkes als nach Hard Rock aus dem Hause Pell. Nicht lange, und die Welt ist wieder in Ordnung, denn die typischen Riffs knallen aus den Boxen und mit ›Fire‹ startet dann auch das zwanzigste Studiowerk des Wattenscheiders standesgemäß durch. Es erscheint schwierig, sich bei einem solch umfangreichen Backkatalog nicht zu wiederholen, dennoch gelingt es Pell und seiner Band, bestehend aus Sänger Johnny Gioeli, Keyboarder Ferdy Doernberg, Bassmann Volker Krawczak und dem ehemaligen Rainbow-Schlagwerker Bobby Rondinelli erneut, hochwertiges und abwechslungsreiches Material zu präsentieren. Wie üblich geriet der Titeltrack überlang und dient als Spielwiese für die Instrumentalisten im Allgemeinen und den Meister im Besonderen. Im Grunde gibt es nichts zu meckern, denn auch diese CD bietet dem Fan genau das, was er erwartet. Verglichen mit dem grandiosen Vorgängerwerk INTO THE STORM schneidet es jedoch, rein subjektiv betrachtet, etwas schlechter ab. Dennoch ist ein siebzigprozentiges Werk von Axel Rudi Pell immer noch höher anzusiedeln als viele Veröffentlichungen der Konkurrenz. Der Kauf lohnt also allemal.

Axel Rudi Pell
GAME OF SINS
STEAMHAMMER/SPV
7/10

  • uriah

    Ich freue mich immer auf eine neue Scheibe von Axel, so auch diesmal. Allerdings lässt mich die Aussage des Rezensenten aufhorchen: Das Album sei etwas schlechter als das „grandiose Vorgängerwerk“. Nun, Axel macht keine schlechten Alben, aber das letzte war mit Sicherheit nicht eines seiner besten und von grandios weit entfernt. Was erwartet mich also jetzt? Ich hoffe, unsere Geschmäcker sind einfach nur unterschiedlich.