Review: The Alan Parsons Symphonic Project – LIVE IN COLOMBIA

alan parsonsMusikalisch top, optisch allerdings ein wenig langweilig.

Gestartet als Toningenieur für Pink Floyd in den frühen 1970ern kann der Engländer Alan Parsons mit seinem eigenen Projekt heute auf durchaus vergleichbare Erfolge wie die der englischen Prog-Legende zurückblicken. Songs á la ´The Raven`, ´Eye In The Sky` oder das zum Fußballbundesliga-Einlauf-Soundtrack umfunktionierte ´Sirius` haben lange bereits Rockgeschichte geschrieben. Im August 2013 ließ das Alan Parsons Project im kolumbianischen Medellín eine knapp 90minütige Show aufzeichnen und präsentierte mit dem dortigen Philharmonic Orchestra ein Best-Of-Programm ohne allzu große Überraschungen. Ein musikalisch durchaus gelungenes Unterfangen, mit erstklassigen Künstlern und teilweise neuen Arrangement bekannter Stücke, die vor allem als Audio-Versionen kaum Wünsche offenlassen. Optisch dagegen hätte man sich ein größeres Spektakel gewünscht, mit mehr Multimedia-Einsatz und stimmungsvollerer Lightshow. Denn ähnlich wie bei Pink Floyd schreien auch die Parsons-Songs geradezu nach visueller Ausstaffierungen, Video-Einblendungen und moderner Lichttechnik. Als bodenständige Rockband ohne atmosphärische Bühnen-Gimmicks verpufft die Magie einiger ihrer Stücke, deswegen: Als CD ein Genuss, als DVD sicherlich kein Dauerbrenner.

The Alan Parsons Symphonic Project
LIVE IN COLOMBIA
Ear/Edel
7/10
Matthias Mineur